SCHWER WIE EINE FEDER UND SO LEICHT WIE METALL

Gongkonzert

Mit viel Freude, Verbundenheit und Verantwortung spielen wir Gongkonzerte als künstlerische Hör - Intervention zu den Ausstel-lungseröffnungen unserer Instal-lation. Aber auch zu anderen Glegenheiten, für andere Veran-stalter und an anderen Orten, an denen man sie hören oder präsentieren möchte oder an denen sie überraschen als Klangperformance oder Hör - Intervention, als meditative Musik heavy Metall - oder Kunstpause.

Zum Einsatz kommen dabei handgeschmiedete Gongs in klassischer asiatischer Machart und moderne Gongs, wie sie in Europa aus gewalzten Blechen, nicht nur von uns, sondern auch in Manufakturen in Handarbeit gehämmert werden und auf ver-schiedene Grundtöne gestimmt.

KUNSTPAUSE

GONGPERFORMANCE


chao Luo, einer der Tam Tam unter den unterschiedlichen Gongs asiatischer und europäischer Machart, die Klaus Reiber bei seinen Gongkonzerten spielt. www.besinnenundaufmerken.de
Vor einem Gongkonzert - ein chao Luo Tam Tam, einer von sieben Gongs

der wirkende gong


Es ist für Betrachtende zuerst einmal

die Größe eines Gongs, die fasziniert

und die Ahnung darüber,

dass ein Gong von über einem Meter Durchmesser

einen mächtigen Klang haben muss.

 

Wer bereits ein musikalisches Gongkonzert besucht hat, weiß:

Große Gongs können mehr als "gewaltig".

Sie können auch sanft und leise,

 

haben einen besonderen Reichtum an Obertönen,

klingen außerordentlich lange nach,

bilden ein überaus weites Klangspektrum ab

und öffnen Klangräume.

 

Über einen längeren Zeitraum gespielt,

bedarf ein Gong beim Gongkonzert daher

der musikalischen "Führung",

und das nicht nur wegen seiner Klangwirkungen,

die man ihm nachsagt.

 

Erst bewusst eingesetzte Spieltechnik,

eine improvisatorische Kommunikation mit dem Gong,

das verbindende Hören der Spielenden

und der Sinn für Struktur und Dynamik beim Spielen,

lässt einen Gong zum „Soloinstrument“ werden

und beim Gongkonzert

eine Improvisation zu einer Komposition.


bewusst hören

Schwer wie eine Feder und so  leicht wie Metall


Zugegeben, ein Gongkonzert ist sehr weit entfernt

vom musikalischen Mainstream und auch weit entfernt

von den Klängen bekannter Instrumente.

 

Hörende eines Gongperformancekonzertes können sich daher nicht verlassen

auf die Sicherheit der Kombinationen gewohnter Tonfolgen in einer "wohltemperierten" Klangarchitektur, die ihre eindrücklichen und vielfältigen Bilder zur Erbauung der Hörenden auszubreiten vermag,

wie es bei Musik erwartbar wäre.

 

Sie hören nur schweres Metall,

Luft in Schwingung,

Schwebungen und Überlagerungen,

Bangen und Hoffen, Enge und Weite,

höllischen Lärm und himmlisches Singen,

Schöpfung und Vergehen,

Zufall und Notwendigkeit,

 Wasser, Luft, Erde, Feuer, Puls und Atem,

 

Absichtslosigkeit,

die wir Stille nennen

vor einem Aufbruch.

 

 

Wer sich diesem Genuß der Absichtslosigkeit einer Stille

und dem kraftvollem und gleichwohl auch feinem Verlauf

des nahezu absichtslosen Geschehens

eines Gongkonzertes überlässt,

 sich selbst einlädt und präsent bleibt,

 gibt gelassen den fremden Klängen ihre vielfältige Ordnung.